Wednesday

Wir dürfen anziehen, was wir wollen!

Normalerweise äußere ich mich online nicht zu politischen, religiösen oder anderen kritischen Themen - aus verschiedenen Gründen.
Auch zu diesem Thema wollte ich anfangs nichts posten. Aber das Burkini-Thema erreicht Dimensionen, die nicht einfach so an einem vorbeigehen können.
Wer jetzt denkt, dass mich das ja sowieso nicht betrifft, liegt falsch. Es betrifft nämlich meiner Meinung nach alle Frauen, nicht nur die, die einen Burkini tragen.
4YL5F2WXR6
Wenn ich Sachen höre wie "Es ist doch schön einen weiblichen Körper sehen zu können", dann geht mir inzwischen fast das Messer im Sack auf. Auf den ersten Blick ist dieser Satzt jetzt nichts Weltbewegendes, aber beim genaueren Hinschauen und in Verbindung mit dem Burkini schwingt da der Sexismus mit.

Wie kommt ein Mann überhaupt dazu, zu meinen er könne entscheiden, was er von einer Frau sehen darf? Dieses Reduzieren auf Äußerlichkeiten und der Wunsch am liebsten alles sehen zu können, ist eine Krankheit des Macho-Mannes. Ich sage nicht, dass Mann uns Frauen nicht anschauen darf, aber er muss respektieren, dass wir kein Stück Fleisch sind, das sich zu kleiden hat, wie er es gerne hätte. Jede Frau bestimmt selbst über sich und ihren Körper.

Frauen sollen sich auf der einen Seite, möglichst viel anziehen um nicht Opfer von sexuellen Übergriffen zu werden. Und auf der anderen Seite sollen sie möglichst wenig tragen, um als Symbol für Freiheit und Emanzipation herzuhalten. Geht's noch?!

Wenn sich eine Frau am Strand verhüllen will, hat absolut niemand das Recht sie deswegen zu verjagen oder sie gar zu zwingen sich auszuziehen. Wo kämen wir denn da hin? Früher wurde man bei uns bestraft, wenn man in der Öffentlichkeit zu wenig an hatte. Jetzt wird das Gegenteil gemacht? Macht das Sinn? In meinen Augen wirft uns das zurück. Wir in Zentraleuropa rühmen uns ständig mit unserer Freiheit. Darunter verstehe ich aber etwas anderes.

Die Gesellschaft und die Politik muss zur Aufgabe haben, die Frauen in dem was sie sind zu unterstützen und nicht zu einem gewissen Kleidungsstil zu zwingen!

Mich bedroht ein Burkini oder ein Kopftuch nicht. Muss jede für sich entscheiden, was sie anzieht und was eben nicht. Oder muss ich jetzt auch den Strand oder das Freibad verlassen, wenn ich komplett bekleidet auf meinem Handtuch liege?

Monday

Vorstellungsrunde: Wolfff - Urban Foxxes

Wolfff01

Als ich auf Facebook gelesen habe, dass ein neuer Shop in Feldkirch öffnet, war ich sofort interessiert. Als ich dann noch mitbekommen habe, dass es ein Vintage-Shop ist, musste ich da unbedingt mal hin. So kam es dann auch. 
Eines schönen Nachmittages watschelte ich in die Stadt, betrat den Shop und schon war es um mich geschehen. Es gibt bei uns in Vorarlberg ja einige Second-Hand-Shops - aber die kann man eher vergessen, wenn man wirklich was Modisches sucht. Ich habe seit langem darauf gewartet, dass es bei uns endlich mal einen coolen Vintage-Shop gibt. Bisher war das ja eher was für Städte wie Wien, Graz etc. Wie sagt man so schön "Good things come to those who wait." - für mich hat sich das Warten gelohnt...ich habe einen neuen Lieblingsladen gefunden.

Wolfff02Wolfff03 Wolfff04
Wolfff07Wolfff08 Wolfff09

Während ich durch die Pieces stöberte und beim ersten Besuch einen tollen Vintage-Rock ergatterte, unterhielt ich mich auch mit der bezaubernden Besitzerin des Ladens, Kasandra. Einige Sachen näht sie um oder verschönert sie mit verschiedenen Aufnähern etc. (siehe übernächstes Foto)
Da ich, wie man unschwer erkennen kann, ziemlich begeistert von dem Shop geworden bin, und man solche Geheimtipps ein bisschen unterstützen sollte - habe ich beschlossen Wolfff bzw. Urban Foxxes einen Blogeintrag zu widmen.
Falls ihr in Vorarlberg und auf der Suche nach Vintagemode seid, schaut doch mal vorbei - vielleicht findet auch ihr ein paar coole Teile.


Ich habe auch seit langem Mal wieder Outfit-Photos gemacht - mit den Teilen, die ich bis jetzt bei Wolfff/Urban Foxxes gekauft habe. Die zeige ich bald in einem separaten Post.

Wolfff05
Wolfff06Wolfff10


Tuesday

Szene Open Air 2016

Der Festival Sommer ist vorbei, aber ich zeige euch trotzdem noch ein paar Fotos von meinem Besuch beim Szene Open Air 2016 in meinem Heimatort Lustenau.

Das hier ist mein persönlicher Festival Rückblick. Das hier ist nicht Coachella, das ist das Szene Open Air 2016 in Lustenau (Österreich). Traditionell regnet es natürlich, wenn das Open Air stattfindet. Das macht es jedes Jahr, wirklich JEDES. Es kann den ganzen Sommer kein bisschen Regen geben, sobald das Open Air stattfindet, gibt es auch Regen. Aber das ist egal. Regen, Schlamm, Regenmäntel und Füße in Gummistiefeln soweit das Auge reicht und viele glückliche Gesichter. Es war großartig. 

Tag 1:
Gummistiefel, Kamera, Handy, Powerbank, Regenjacke sind dabei und wir fahren mit dem Shuttlebus, der extra für das Festival fährt, zum Gelände. Dort tauschen wir unsere Tickets in Festivalbändchen und betreten endlich den Festivalboden - es konnte losgehen. Kaum da sieht man eh schon viele bekannte Gesichter. Ist halt so wenn man aus der Gegend kommt, aber die meisten sieht man ja gerne. Ich bin echt froh, dass ich die Gummistiefel anhabe, weil einfach überall Schlamm ist. Teilweise bin ich eingesunken und habe meine Stiefel fast verloren. Kein Wunder, es hat die ganze Nacht und den halben Tag durchgeregnet und das Festivalgelände in eine Schlammpartie verwandelt und den Zeltplatz einfach mal absaufen lassen. Zum Glück hat es am späten Nachmittag aufgehört und wir können ein paar Bands ohne Sauwetter genießen. An Tag eins habe ich mich am meisten auf Parkway Drive gefreut, war dann aber eher enttäuscht - ich habe mehr erwartet. Ich weiß nicht, ob es am Regen gelegen hat, oder ob sie live einfach nicht so mitreißend sind.

szene01 szene02 szene03 szene04 szene05

Tag 2:

Wettertechnisch war der zweite Tag das absolute Gegenteil vom ersten - die Sonne strahlt vom Himmel und es bleibt trocken. Auch die Bands finde ich am zweiten Tag besser. Ich habe auf jeden Fall wieder ein paar tolle Neuentdeckungen gemacht. Meist komme ich auf Konzerte oder eben Festivals ohne, dass ich viele Bands kenne - ich bin offen für Neues und entdecke wunderbare Musik. Mein absoluter Favorit beim Szene openair 2016 waren auf jeden Fall Erwin&Edwin - der allerletzte Act, den wir gesehen haben und meegaa! 
Nachdem die Konzerte vorbei sind, wandert unsere Festivalgruppe weiter zum Alternative-Zelt, das mir schnell auf die Eier geht, da fast nur Songs gespielt werden, die ich schon als Teenie doof fand. Also schaue ich mal beim House-Zelt vorbei und bleibe dort - alleine. Und ich habe Spaß, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Einfach mal wieder zu Elektro-Musik abzutanzen und es einfach genießen, habe ich schon lange vermisst und dringend gebraucht. Und da ich sowieso immer alleine tanze - weil ich es so will - trifft es sich ganz gut, dass ich niemanden meiner Freunde dabei habe und nur auf mich selbst und den Beat achten kann.
Irgendwann ist es dann aber doch Zeit nach Hause zu gehen und das Festival zu verlassen.


szene06
szene07

Nächstes Jahr komme ich wieder. 
Zum Abschluss ein paar bewegte Bilder mit Ton.