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Die Sache mit der Perfektion

Wenn ich etwas mache, dann versuche ich es möglichst perfekt zu machen. Egal was es ist. Ich bin eine Perfektionistin. Das ist ja eigentlich etwas Gutes und erstrebenswert. Doch, wenn man alles perfekt machen möchte, kommt man oft nicht weiter und setzt sich und andere unter Druck. Ich sollte öfters einfach etwas machen, ohne alles bis ins kleinste Detail zu planen und perfekt machen zu wollen.
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Ein Perfektionist möchte oft nichts tun, bei dem er nicht sicher weiß, dass er es gut kann. Aber das gehört nun mal zum Leben dazu, dass man eben auch mal was nicht so gut und somit nicht perfekt macht. Wer nicht über den Tellerrand schaut, wird nie tolle und bereichernde Dinge entdecken.

Oftmals vergisst man sogar die Erfolge zu feiern, was der Seele gut tun würde.
"Ja, das ist ganz gut - hätte aber besser sein können" sind so Worte, die im Kopf eines Perfektionisten oft ertönen. Man könnte es fast die Gier nach immer Besserem nennen. So eine Einstellung entmutigt, und der Drang alles selbst machen zu wollen, führt zur Selbstüberforderung - Hallo, BurnOut! Zudem macht es unbeliebt und ist für andere unerträglich. Dieser Kontrollwahn nervt andere nämlich gewaltig und oft wird man dann als Spaßbremse betitelt. Perfektionisten erwarten meist von ihren Mitmenschen, dass sie die gleiche Einstellung haben - was völlig unmöglich ist.

Nichts im Leben ist perfekt. Das gibt es nicht. Und man sollte es bei dieser Erkenntnis einfach lassen. Versuchen perfekt zu sein, macht nämlich perfekt unglücklich. Jedoch heißt das nicht, dass man einfach alles halbherzig abhaken soll. Sondern, dass man Dinge, die man nicht ändern kann, auch mal als solche akzeptieren muss. Man muss wissen, wann Schluss ist und sich und anderen kleine Fehler verzeihen können. Und das ohne daran zu verzweifeln. Einfach mal zufrieden sein.

Dinge richtig gut machen zu wollen, ist wie schon erwähnt eine tolle Eigenschaft. Aber alles perfekt zu machen ist schlichtweg nicht möglich.

Auch ich muss lernen im richtigen Moment einfach Mal "Scheiß drauf" zu denken und Dinge so lassen, wie sie sind. Ich arbeite an mir und man lernt nie aus.

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