Wednesday

Ich wohne gerne alleine

Seit ich meine Ausbildung abgeschlossen habe und angefangen habe "richtig" zu arbeiten, wohne ich alleine. Viele fragen mich, ob ich nicht einsam bin, so ganz alleine in einer Wohnung - deswegen teile ich mit diesem Blogpost ein paar Gedanken mit euch, die mir grad so eingefallen sind.

Um ehrlich zu sein, ich liebe es alleine zu wohnen und bin absolut glücklich damit. Ich mag es von Zeit zu Zeit alleine mit mir selbst zu sein, ohne irgendjemandem erklären zu müssen, dass ich grade keine Lust habe zu reden oder warum ich grad etwas mache. Ich wusste eigentlich ziemlich schnell, dass alleine zu wohnen für mich null Problem sein wird und ich es fast schon genießen werde. Ich könnte jetzt sagen, dass ich es vermisse, jeden Tag Leute um mich zu haben, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, aber das wäre gelogen. Versteht mich nicht falsch, ich bin gerne mit meinen Leuten zusammen und rede mir Dinge von der Seele. Aber wenn ich zum Beispiel abends nach Hause komme, möchte ich einfach meine Ruhe haben und mich um nichts kümmern. Meine eigene Wohnung für mich alleine zu haben, gibt mir ein gewisses Gefühl von Stärke und Selbstständigkeit und es macht mich auch ein bisschen stolz, denn ich kann sagen, dass ich alles in und an dieser Wohnung selbst bezahlt und mir das erarbeitet habe.

StockSnap_CFLPQPBXN8 
Ich fühle mich eher selten einsam. Ich habe eine tolle Familie und ein paar tolle Freunde - und obwohl ich alleine wohne, habe ich ein gutes Sozialleben und gehe oft aus. Ich verbringe jedes Wochenende mit meiner Familie und meinen Freunden und unter der Woche treffe ich mich gelegentlich nach der Arbeit auch mit Freunden, um etwas trinken oder essen zu gehen.
Früher hatte ich das Gefühl, dass ich eher schlecht war mit Freunden in Kontakt zu bleiben - inzwischen treffe ich mich mit aktuellen Freunden, oder auch mal mit solchen, die ich seit der Schulzeit nicht mehr getroffen habe. Es macht mir viel Freude, mich mit Leuten von früher zu treffen und sie quasi neu kennenzulernen.

espresso-1209522_1280

Allerdings sind meine eigenen 4 Wände etwas chaotischer als ich eigentlich dachte. Ich lebe zwar alleine, aber Dreck entsteht halt trotzdem und das ist mein Problem. Ich bin nach der Arbeit viel zu faul noch zu putzen oder aufzuräumen - mit dem warte ich meist, bis es wirklich nicht mehr anders geht. Meistens mache ich es allerdings Stück für Stück. Einmal sauge ich einfach nur schnell durch, dann putz ich mal den Herd oder das Bad etc. Es sind ja die kleinen Dinge. Ich habe den Putzfimmel von meiner Mutter leider nicht vererbt bekommen - aber sauber mag ich es trotzdem lieber. Es ist ein feiner Grad zwischen Unordnung und Verschmutzung - ein bisschen Unordnung hat noch keinem geschadet, trotzdem ist meine Wohnung meist unordentlicher als ich es eigentlich gerne hätte.

tulips-1209097_1280

Das Einzige, was anfangs ein bisschen schwierig war, war, dass der Hund nicht mehr jeden Tag auf mich gewartet hat, als ich von der Arbeit gekommen bin. Erst dann merkt man eigentlich, wie sehr man an so einem kleinen Tier hängt und wie man es vermissen kann. Daran musste ich mich anfangs sehr gewöhnen und es hat mir auch extrem gefehlt. Inzwischen geht's sehr gut, ich sehe den Hund jedes Wochenende und ich weiß, dass sie es wunderschön bei meiner Familie hat. Irgendwann, wenn es die Umstände zu lassen, wird bei mir wieder ein Hund einziehen, aber das hat noch Zeit, denn momentan geht das einfach nicht und wäre dem Tier gegenüber nicht fair.

Wie gesagt, das waren einfach so Gedanken, die spontan von mir aufgeschrieben wurden. Vielleicht macht etwas keinen Sinn oder ist verwirrend. Wenn ihr etwas zu dem Thema teilen möchtet, könnt ihr das sehr gerne in den Kommentaren machen. Ich freue mich :)

No comments:

Post a Comment